Was ist die angepasste Schlafdauer?
Wie viel Schlaf ist gut?

Was ist die angepasste Schlafdauer?
Im Laufe seines Lebens hat sich jeder Mensch sicherlich entsprechend der Gegebenheiten an eine unterschiedliche Schlafdauer gewöhnt. Da wird es sicherlich keine so feste Regel geben. Schließlich wird eine Person zehn Stunden Schlaf brauchen und für eine andere Person sind sechs Stunden Schlaf die angepasste Schlafdauer.
Die Wissenschaft allerdings ist sich beim Thema Schlaf nicht so ganz einig. Bislang erfolgte die Konzentration im wissenschaftlichen Sinne darauf, was bei zu wenigem Schlaf der Fall ist. Fragen zu möglichen Nachteilen sehr langer Schlafdauer werden diskutiert. Die Forschungslage ist dazu jedoch nicht einheitlich. Einige Studien aus Ländern wie den USA und Japan berichten Zusammenhänge zwischen sehr langer Schlafdauer und bestimmten Gesundheitsindikatoren; die Ergebnisse sind aber nicht einheitlich und erlauben keine pauschale Empfehlung. Häufig genannte Richtwerte für Erwachsene liegen im Bereich von etwa sechs bis sieben Stunden. Für Deutschland werden in mehreren Studien Richtwerte nahe sieben Stunden genannt; die Übertragbarkeit auf alle Personen ist jedoch begrenzt.
Wie viel Stunden Schlaf braucht man?

Wie viel Stunden Schlaf braucht man?
Während des Lebens in den verschiedenen Altersstufen unterscheidet sich die Dauer des Schlafes ganz extrem. So schläft ein Neugeborenes bis zu 18 Stunden, wobei die Schlafdauer bereits während der ersten zwölf Monate um bis zu vier Stunden abnehmen kann. Bis zum dritten Lebensjahr werden Kleinkinder zwischen zwölf und fünfzehn Stunden schlafen. Im Alter zwischen drei und fünf Jahren kann die angepasste Schlafdauer bei elf bis dreizehn Stunden liegen. Der ausreichende Schlaf bei Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren liegt bei neun bis elf Stunden. Teenager schlafen meist etwa neun bis zehn Stunden; ob sie sich ausgeruht fühlen, hängt individuell ab. Bei Erwachsenen und älteren Menschen liegt das Schlafbedürfnis typischerweise im Bereich von etwa sechs bis zehn Stunden, mit individuellen Abweichungen. Anders sieht es bei Schwangeren aus, deren angepasste Schlafdauer bei acht und mehr Stunden liegen kann. Einige Übersichten nennen breit gefasste Bereiche (z. B. vier bis zwölf Stunden), abhängig von Alter und individuellen Bedürfnissen; tägliche Erholung ist entscheidend für die Bewertung des Schlafguts.
Ganz entscheidend für das Bedürfnis an Schlaf, auch wenn dies sicher von Mensch zu Mensch verschieden sein wird, ist die Konstitution eines Menschen. Allgemein sollte das individuelle Schlafbedürfnis respektiert werden; gezielte Eingriffe oder extreme Veränderungen sollten nur nach Rücksprache mit einer medizinischen Fachperson erfolgen. Andererseits würde es auch wenig bringen, wenn Personen nicht zur üblichen Zeit schlafen. Wer regelmäßig nur sechs Stunden schläft, aber tagsüber oft müde ist, sollte sein individuelles Schlafbedürfnis prüfen und bei Bedarf ärztlichen Rat einholen.
Eine ganz entscheidende Rolle spielt dabei der so genannte circadiane Rhythmus, die über die Länge eines Tages gehen. Diese Rhythmen besitzen verschiedene Mechanismen und einen biologischen Hintergrund. Alles kann zwischen den Menschen völlig verschieden sein, wie auch diese Rhythmen, die über einige bei vielen Arten vorzufindende Eigenschaften verfügen. Ein Beispiel hierfür ist der Schlaf‑Wach‑Rhythmus.
Gute Schlafhygiene spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, regelmäßig erholsamen Schlaf zu fördern. Darunter versteht man einfache Gewohnheiten und Rahmenbedingungen wie feste Schlafzeiten, eine ruhige Schlafumgebung und entspannende Rituale vor dem Zubettgehen. Diese umfasst regelmäßige Schlafzeiten, eine angenehme Schlafumgebung und den Verzicht auf bildschirmbasierte Aktivitäten vor dem Zubettgehen. Wer genauer in das Thema einsteigen will, kann hier in diesem Artikel mehr Informationen zu viel zitierten Schlafhygiene und ihrer möglichen Wirkung bekommen.
Wer wenig schläft oder häufig das Gefühl hat, morgens schlecht aufzuwachen, kann verschiedene Strategien zur Schlafoptimierung prüfen (z. B. Schlafhygiene, feste Schlafzeiten). Bei anhaltenden Problemen ist ärztlicher Rat empfehlenswert. Informationen zu technischen Hilfsmitteln wie Schlafphasenweckern sind in Testberichten und Verbraucherportalen zu finden.
Überhaupt gibt es Phasen während des Schlafes, in denen bestimmte biologische Prozesse auftreten. Etwa zur Mitte der Nachtschlafperiode treten typischerweise erhöhte Melatoninspiegel im Blut auf; zugleich sinkt die Körperkerntemperatur.
Nach dem Schlaf fühlen sich viele Menschen ausgeruht, die Tagesleistung variiert jedoch individuell. Manche sind bereits früh am Morgen leistungsfähig, andere erreichen ihren Aktivitätshöhepunkt erst am Abend. Ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus unterstützt die Stabilität des Tagesrhythmus, unabhängig von der individuell angepassten Schlafdauer.